Immobilienverband IVD West

Große Koalition will Teilung der Maklerprovision festschreiben

Der Koalitionsausschuss hat sich gestern in Berlin mit der Senkung von Nebenkosten beim Kauf von Wohnimmobilien befasst. So soll nach den Worten der zuständigen Fachminister Seehofer und Lambrecht zukünftig unter anderem die Teilung der Maklercourtage festgeschrieben werden. Käufer von selbstgenutzten Wohnungen und Einfamilienhäusern sollen nach bisherigem Wissensstand nach Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes maximal die Hälfte der Maklerkosten tragen müssen. Burkhard Blandfort, Vorsitzender des Immobilienverbands IVD West, ordnet die Beschlüsse folgendermaßen ein: „Wir haben einen entsprechenden Eingriff in die Vertragsfreiheit stets abgelehnt. Denn der Status quo ist – getreu unserem Motto „Provision fair teilen“ -  für Verbraucher und Immobilienvermittler in weiten Teilen Deutschlands seit Jahr und Tag vom Ausgleich geprägt. Im Endeffekt würde mit den nun vorgestellten Plänen das Vorgehen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, in denen eine Provisionsteilung immer schon üblich war, festgeschrieben werden.“ Diese eingespielte Regelung ist vor allem in Sinne des Verbraucherschutzes wichtig, da der Makler damit auch dem Käufer verpflichtet ist, ihn umfassend zu beraten.

Zudem gehöre laut Blandfort nun auch die Grunderwerbsteuer für die Ersterwerber von selbstgenutztem Wohneigentum gesenkt. Diese bilde die höchste Hürde beim Immobilienerwerb zur Selbstnutzung. Schließlich sollte die nun angestoßene Neuregelung der Maklerprovision aus Sicht des IVD West dringend einhergehen mit der gesetzlichen Verankerung eines Sachkundenachweises für Immobilienmakler. „Nur so ist auch sicherzustellen, dass alle Makler die nötige Qualifikation besitzen, Käufer und Verkäufer angemessen zu beraten und zu unterstützen“, erläutert Blandfort. Übrigens müssen IVD-Mitglieder eine entsprechende Ausbildung jetzt schon nachweisen.

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