Immobilienverband IVD West

Eine Ausbildung für viele Berufe: Immobilienkaufmann/-frau

Für viele junge Menschen ist der Beruf des Immobilienmaklers absolut erstrebenswert. Auch eine Anstellung in anderen Bereichen der Immobilienwirtschaft – etwa in einer großen Immobilienverwaltung, bei einem Bauträger oder Projektentwickler sowie in den entsprechenden Abteilungen bei Banken und Finanzierern – erscheint attraktiv. Denn der Branche geht es gut und qualifizierter Nachwuchs ist gefragt. Zudem sind die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen durchaus attraktiv. Doch welche Qualifizierungen sollten Interessenten mitbringen, welche Ausbildung ist erfolgversprechend?

Eine Umfrage unter Mitgliedsunternehmen des Immobilienverbands Deutschland IVD hat eindeutig ergeben, dass die meisten Arbeitgeber Bewerber präferieren, die eine kaufmännische Ausbildung im Immobilienbereich absolviert haben. Dies ist die anerkannte Ausbildung zum/r Immobilienkaufmann/-frau, die im Rahmen einer dualen Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet und in der Regel drei Jahre dauert. Als Eignungsvoraussetzung ist kein dezidierter Schulabschluss vorgeschrieben. Allerdings stellen die meisten Unternehmen eher Bewerber mit Abitur als solche mit anderen Schulabschlüssen ein.

Die Bundesagentur für Arbeit formuliert in ihrem Steckbrief der Ausbildungsberufe die späteren Einsatzmöglichkeiten von ausgebildeten Immobilienkaufleuten folgendermaßen: „Sie arbeiten in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Sie erwerben, verkaufen, vermitteln, vermieten und verwalten Gebäude und Grundstücke, organisieren und begleiten Bauvorhaben und beraten Kunden in allen Fragen rund um Immobilien.“ Dies verdeutlicht die Vielseitigkeit des Berufsbilds nur ansatzweise. Kommunikationsfähigkeit, ein Talent für Marketing, Akquise und Verkauf ist genauso gefragt wie organisatorische Fähigkeiten und eine gehörige Portion Servicementalität.

Daher stehen im schulischen Teil der Ausbildung  besonders die Fächer Deutsch, Mathematik und Wirtschaft im Fokus. In den Betrieben werden die Auszubildenden in der Regel von Beginn an in fast alle Arbeitsabläufe eingebunden. Sie werden im Büro mit Verwaltungs- und Planungsaufgaben betraut, im Telefondienst und Kundengespräch geschult und in die Erstellung von Vermarktungskonzepten eingeführt. Im Außendienst führt der Weg häufig in Bauprojekte, auf Eigentümerversammlungen und zu Gesprächen mit Investoren und Interessenten. Die Verdienstmöglichkeiten während der Ausbildung reichen übrigens von 800-900 Euro im ersten Jahr bis zu 1.200 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

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