Immobilienverband IVD West

Studie zum Baukindergeld: Junge Familien in Krefeld werden mit Förderung deutlich entlastet

Krefeld, 16. Juli 2018 – Das Baukindergeld hat das Potenzial, junge Familien beim Eigentumserwerb in Krefeld finanziell deutlich zu entlasten. Mehr als 60 Prozent lassen sich in der rheinischen Großstadt auch dank der Förderung für die Familien bei der monatlichen Finanzierung einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung des Centers for Real Estate Studies (CRES) im Auftrag des Immobilienverbands IVD, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Ansatzpunkt der Studie waren Haltestellen des jeweiligen Verkehrsnetzes mit den entsprechenden Fahrzeiten stets vom Zentrum der Stadt aus. Der Studie zufolge ist Wohneigentum in fast allen Stadtteilen in Krefeld für Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen erschwinglicher.

„Die Studie belegt, dass das Baukindergeld einen erheblichen und messbaren Effekt für alle Familien in Krefeld hat, die den Traum von den eigenen vier Wänden hegen. Entgegen der landläufigen Meinung können gerade Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen sich den Erwerb einer eigenen Wohnung überall in der Stadt leisten. Das Baukindergeld trägt dazu ganz erheblich bei“, sagt Axel Quester, 1. Stellv. Vorsitzender des IVD West.

Die Studie prüft, inwieweit der Erwerb von Wohneigentum erschwinglich ist. Kriterium dafür ist die Faustregel, wonach die Wohnkosten nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens ausmachen sollten. Für die Untersuchung wurden auf Basis des durchschnittlichen Familieneinkommens von 39.382 Euro und der Immobilienpreise die regional möglichen Entlastungseffekte in Krefeld hochgerechnet.

Krefeld weist im Zentrum das günstigste Preisniveau auf, die außen gelegenen Stadtteile Traar und Forstwald hingegen die höchsten Immobilienpreise. Für eine Eigentumswohnung in der Nähe des Krefelder Hauptbahnhofs beläuft sich die durchschnittliche Belastung auf 12 bis 14 Prozent, abhängig von der Wohnungsgröße. Mit Baukindergeld reduziert sich die Belastung auf neun Prozent bei einem Kind und fünf Prozent bei drei Kindern. Im relativ hochpreisigen Traar liegt die Belastung bei 26 bis 32 Prozent ohne Baukindergeld und 22 bis 24 Prozent mit Baukindergeld. Addiert man die Preisunterschiede und den Fördereffekt des Baukindergelds, dann ergibt sich eine Verringerung der darlehensbedingten Haushaltsbelastung um bis zu 27 Prozentpunkte.

Einkommensbelastung durch Eigentumserwerb in Krefeld (CRES 2018)

„Das Baukindergeld lässt Familien, die in Krefelds Stadtmitte ziehen, bis zu 27 Prozent des Haushaltseinkommens sparen. Das entspricht hier immerhin etwa 850 Euro pro Monat. In einer vergleichsweise günstigen Stadt wie Krefeld entfaltet das Baukindergeld seine größte Wirkung. Eine Familie kann durch die Förderung über 60 Prozent der Finanzierungsrate einsparen“, so der Duisburger Quester über die Situation in der Nachbarstadt.

Grundlage der Untersuchung

Für die Studie wurden Preis- und Mengendaten der lokalen Immobilienmärkte in den untersuchten Städten herangezogen. Die durchschnittliche nachgefragte Wohnfläche wurde auf der Grundlage von Mikrozensusdaten ermittelt. Damit ergeben sich Wohnungsgrößen für eine Familie mit einem Kind von 105 Quadratmetern, mit zwei Kindern 121,2 Quadratmetern und mit drei Kindern 128,5 Quadratmetern. Die durchschnittlichen Haushaltseinkommen basieren jeweils auf den durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in den fünf Städten, multipliziert mit dem Faktor 1,8. Dies berücksichtigt, dass Familien mit Kindern in der Regel keine zwei vollen Einkommen zur Verfügung stehen, da ein Ehepartner entweder gar nicht oder nur teilweise arbeitet. Hinsichtlich der Immobilienfinanzierung wurde der Fremdkapitalanteil, angelehnt an Daten des vdp, mit 80 Prozent des Kaufpreises, ohne Steuern, Courtage und Gebühren, angesetzt. Die angesetzte Zinsbelastung von 1,66 Prozent p.a. ergibt sich in ihrer Basis aus dem Durchschnittssatz von 2017, ergänzt um eine jährliche anfängliche Tilgung von durchschnittlich 2 Prozent p.a. Zusätzlich wurde eine Belastung durch Instandhaltungsrücklagen und Verwalterentgelte von einem Euro pro Quadratmeter und Monat pauschal angenommen.

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