Immobilienverband IVD West

Positive Signale für die Immobilienwirtschaft im NRW-Koalitionsvertrag

 (Köln, 19.06.2017) - CDU und FDP haben in Düsseldorf den Koalitionsvertrag für eine neue NRW-Landesregierung ausgehandelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die immobilienwirtschaftlichen und wohnungsbaupolitischen Ansätze darin kommentiert  Burkhard Blandfort, Vorsitzender des Immobilienverbands Deutschland, IVD West:

„Wir begrüßen die positiven Signale für den Wohnungsneubau, die  der Koalitionsvertrag der künftigen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen enthält, ausdrücklich. Eine Regierung, die sich eine konzentrierte Neubaupolitik anstelle einer reinen Mieterschutzpolitik auf die Fahnen schreibt, macht schon im Ansatz vieles richtig. Die Aussagen zur Förderung von Wohneigentum für Familien, insbesondere der Vorstoß für eine Bundesratsinitiative zur Senkung der Grunderwerbsteuer sowie für einen Freibetrag von der Grunderwerbsteuer, die der Koalitionsvertrag enthält, spiegeln unsere langjährigen Forderungen wider. Der Freibetrag für private Immobilienkäufer darf jedoch nicht dazu führen, dass im späteren Verlauf die Grunderwerbsteuer für professionelle Immobilienakteure erhöht wird. Wir appellieren an die neue Koalition in Düsseldorf, auf eine Reform des Föderalismusgesetzes zu drängen, damit der Bundesgesetzgeber die Grunderwerbsteuer einheitlich auf ein investitionsfreundliches Niveau von 3,5 Prozent deckelt.“

Blandfort führt weiterhin aus: „Die von der Vorgängerregierung eingeführte Mietpreisbremse ist das falsche Instrument und bremst lediglich private Investoren aus. Deshalb ist es wichtig, diesem Irrsinn endlich Einhalt zu gebieten und das Umfeld für private Investitionen wieder attraktiver zu machen. Wir freuen uns besonders darüber, dass die EnEV 2016 vorübergehend ausgesetzt und eine Baukostensenkungskommission eingesetzt werden soll. Wir hoffen, dass die Baukostensenkungskommission tatsächlich auch Ergebnisse produziert, damit die Politik vom Wollen ins Handeln kommt.“

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