Immobilienverband IVD West

Kölner Immobilienpreise stark gestiegen

Zweistellige Steigerungsraten bei den Verkaufspreisen für Eigentumswohnungen und freistehende Einfamilienhäuser: Dies ist das dramatische Ergebnis einer aktuellen Marktbeobachtung des Immobilienverbands Deutschland, IVD West. In den letzten zwölf Monaten stiegen beispielsweise freistehende Eigenheime um 10 bis 15 Prozent im Wert. Selbst in einfachsten Lagen werden Einstiegspreise von mehr als 300.000 Euro verlangt.

„Im Jahr 2015 hat sich das niedrige Zinsniveau deutlich auf dem Kölner  Immobilienmarkt widergespiegelt. Billiges Geld, wenige Angebote, ein enger Markt: das Ergebnis sind noch einmal höhere Preissteigerungsraten“, erläutert Julia Braschoß, stellvertretende Vorsitzende des IVD West und Maklerin in Köln. Insgesamt stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Kaufimmobilien sind im Durchschnitt im gesamten Kölner Stadtgebiet um mehr als 10 Prozent im Preis gestiegen. Bei den Wohnungsmieten hingegen ist in der Domstadt  eine Stabilisierung der Preise zu beobachten mit allenfalls moderaten Steigerungen.

Eigentumswohnungen aus dem Bestand haben die steilste Preisentwicklung hinter sich. Um 26 Prozent stiegen die Preise für einfach ausgestattete Wohnungen in Stadtteilen wie Gremberg, Godorf oder Meschenich auf durchschnittlich 1.200 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen sie allerdings immer noch unter dem Niveau vergleichbarer Stadtteile in Bonn oder Düsseldorf. Für Eigentumswohnungen mit sehr gutem Wohnwert, beispielsweise in Lindenthal oder Marienburg, liegen die Preise inzwischen bei 4.600 Euro – was einer Steigerung von 15 Prozent entspricht.

Deutlich höhere Preise werden aktuell auch für freistehende Eigenheime verlangt. „Hier ist der Markt besonders eng, weil es kaum Angebote gibt“, sagt dazu Julia Braschoß. Ein 125-Quadratmeter-Haus mit mittlerem Wohnwert liegt zum Beispiel in Bickendorf, Worringen oder Rondorf bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 430.000 Euro (+ 10 %). Insgesamt haben sich die Preise für Einfamilienhäuser in Köln im letzten Jahr um ca. 12 Prozent verteuert.

Eine nicht ganz so rasante Entwicklung haben laut IVD West die Wohnungsmieten genommen. Hier war im obersten Segment mit 14,50 Euro pro Quadratmeter (Netto-Kaltmiete) der Spitzenwert stabil. Bei leichten Steigerungen von 4 Prozent lassen sich hingegen in Ortsteilen wie Zündorf, Pesch oder Roggendorf immer-hin noch geeignete Wohnungen für eine Miete von 7,80 Euro finden. Über das ganze Stadtgebiet stiegen die Mieten in Köln im Jahr 2015 im Durchschnitt um moderate 3,4 Prozent.

Hinweis: Alle genannten Werte sind Schwerpunktpreise. Bei Miet- und Eigentumswohnungen liegt den Berechnungen des IVD eine idealtypische Größe von 70 qm bei drei Zimmern zu Grunde. Der jeweilige Wohnwert setzt sich aus den Faktoren Lage und Qualität (Ausstattung/Bausubstanz) zusammen.

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Jörg Utecht

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit