Immobilienverband IVD West

Immobilienpreise und Wohnungsmieten in Dortmund um mehr als 5 Prozent gestiegen

(Dortmund, 24.04.2018) In Dortmund sind die Mieten für Wohnraum in den letzten zwölf Monaten im Durchschnitt um 5,1 Prozent gestiegen. Für eine 3-Zimmer-Wohnung aus dem Bestand im mittleren Wohnwert werden inzwischen 6,60 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter verlangt. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser verteuerten sich ebenfalls -  im Durchschnitt um 5,3 Prozent. Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilien 2018 des Immobilienverbands Deutschland, IVD West, hervor.

Bei den Nettokaltmieten im mittleren Wohnwert liegt Dortmund an der Spitze des Mietpreisrankings in der Region Östliches Ruhrgebiet. Auf Platz 2 folgen gleichauf Soest und Unna mit jeweils 6,50 Euro Durchschnittsmiete. Wobei besonders in Unna die höhere Dynamik im Markt ins Auge fällt: dort ist eine Steigerung von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Neubauwohnungen in besten Lagen erreichen in Unna einen Mietzins von um die 9,- Euro.

Die durchschnittliche Spitzenmiete in den Dortmunder Toplagen liegt momentan allerdings bei 11,50 Euro. Auch dieser Wert liegt um 8 Prozent höher als im Vorjahr. Im Ruhrgebietsvergleich wird nur im Essener Süden mit 13,50 etwas mehr Miete verlangt. Am anderen Ende der Skala liegen einfach ausgestattete Altbauten im Dortmunder Norden. Hier lässt sich durchaus Wohnraum zu einem Mietpreis von um die 5,50 Euro finden. 

Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind in der Metropole Dortmund in den letzten zwölf Monaten preislich deutlich angezogen. Bei Eigentumswohnungen (sowohl Neubau als auch Bestand) sind Steigerungen zwischen 4 und 7 Prozent zu beobachten. Bei Einfamilienhäusern fallen die Preisanstiege noch etwas deutlicher aus. Gute und sehr gute Lagen verteuern sich um 7 bis 8 Prozent. Hier müssen bis zu 800.000 Euro für ein Eigenheim bezahlt werden.  Bei einfacheren und mittleren Qualitäten kam es immerhin auch noch zu Wertsteigerungen von 5 bis 6 Prozent. Der Ausblick für den Markt für Kaufimmobilien für das laufende Jahr ist dabei von weiteren leichten Preisanstiegen geprägt.
Die Quadratmeterpreise für neue Eigentumswohnungen in Bestlagen liegen bei 4.200 Euro (+ 5 %), günstige Bestandswohnungen in weniger beliebten Stadtteilen sind hingegen bisweilen für unter 1.000 Euro pro Quadratmeter zu finden. In der Gesamtschau hat Dortmund bei den Immobilienpreisen inzwischen zum bisherigen Ruhrgebiets-Spitzenreiter Essen aufgeschlossen. Einzig die Preise für Baugrundstücke tendieren dort noch etwas höher.

IVD-Vorstandsmitglied Klaus Spieker hat für Dortmund und das östliche Ruhrgebiet folgenden Trend erkannt: „Die nüchternen Zahlen lassen schon ahnen, welche Angebotsknappheit Käufer und Mieter in ihren eigentlichen Wunschquartieren vorfinden. Doch das gebrauchte Einzelobjekt wird auch in der nächsten Zeit teilweise deutlich über Verkehrswert vermittelt werden. Die Leistung der IVD- Makler in knappen Märkten liegt vor allen in kreativen Lösungen, ein passendes Objekt an einem ‚Ersatz-Standort‘ anzubieten. Und zwar in finanzierbarem Rahmen der suchenden Kunden. Förderlich ist ein früher Kontakt des Kunden zum Maklerbüro, damit anhand des Suchprofils jeweils individuell neue Maklerangebote in seinen elektronischen Briefkasten kommen.“

Spieker

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