Immobilienverband IVD West

Gesetzliche Fortbildungsverpflichtung – Ende des ersten Fortbildungszeitraums

Seit dem 1. August 2018 ist die Verpflichtung zur Fortbildung für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter gesetzlich verankert. In der Vierten Verordnung zur Änderung der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) ist festgeschrieben, dass Makler und Verwalter nachweisen müssen, dass sie sich innerhalb von drei Jahren mindestens 20 Zeitstunden weitergebildet haben. Diese Pflicht gilt nicht nur für den Inhaber oder den Geschäftsführer einer Firma, sondern für alle Beschäftigten, die an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirken, also beispielsweise Exposés erstellen, Wohnungsbesichtigungen durchführen oder für Wohngeldabrechnungen zuständig sind. Personen, die sowohl makeln also auch verwalten, müssen 40 Stunden Weiterbildung in drei Jahren nachweisen.

Der erste Fortbildungszeitraum von drei Jahren begann für Gewerbetreibende, die ihren Beruf bereits vor 2018 ausgeübt haben, am 01.01.2018 und endet am 31.12.2020. Am 01.01.2021 beginnt ein neuer Fortbildungszeitraum. Bis zum 31.12.2023 müssen wieder mindestens 20 Stunden Fortbildung nachgewiesen werden. Bis zum 31.12.2020 absolvierte Fortbildungsstunden zählen nicht mehr, eine „Vorarbeit“ ist nicht möglich.
Für alle anderen bestimmt sich der Beginn des Weiterbildungszeitraums individuell nach dem Kalenderjahr der Aufnahme ihrer Tätigkeit.
Beim Wechsel des Arbeitsverhältnisses innerhalbe eines Fortbildungszeitraums können bereits absolvierte Weiterbildungsstunden in das neue Unternehmen „mitgenommen“ werden. Die entsprechenden Nachweise müssen dem neuen Arbeitgeber vorgelegt werden.

In NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind die Ordnungsämter der Städte dafür zuständig, zu prüfen, ob Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter ihrer Fortbildungsverpflichtung nachgekommen sind. Es besteht jedoch keine Pflicht der Gewerbetreibenden, Fortbildungsnachweise regelmäßig bei der Behörde vorzulegen. Erst auf Anordnung der Behörde müssen Makler und Verwalter Nachweise über die Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung vorlegen. Teilen Wohnimmobilienverwalter oder Immobilienmakler der Behörde nicht mit, welche Fortbildungen sie absolviert haben, so ist dies eine Ordnungswidrigkeit, bei der ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro droht.

 

Bei allen Veranstaltungen und (Web-)Seminaren, die der IVD West plant und anbietet, wird im Vorfeld intensiv geprüft, ob die Inhalte den Maßgaben der gesetzlichen Vorgaben entsprechen und in welchem Zeitumfang sie nach MaBV relevant sind. Bei den diesbezüglichen Einladungen wird die genaue Stundenzahl beziffert. Auch für welche Berufsgruppe (Makler oder Verwalter) die Veranstaltungen anrechenbar sind, ist ausgewiesen. Die entsprechenden Terminübersichten finden sich auf der Internetseite des Verbands:
https://west.ivd.net/seminarbuchung/
https://west.ivd.net/veranstaltungsbuchung/

Auch die Angebote der verbandseigenen Europäischen Immobilien Akademie sind in der Regel im Rahmen der gesetzlichen Pflicht, 20 Stunden innerhalb von drei Jahren nachzuweisen, anrechenbar. Weitere Informationen sind auf der Homepage der EIA zu finden: https://www.eia-akademie.de/