Immobilienverband IVD West

Geplantes Umwandlungsverbot stoppen

Mit der Novelle des Baugesetzbuches hat das Bundeskabinett nun beschlossen, die oft wirtschaftlich sinnvolle und notwendige Umwandlung von zur Miete überlassenem Wohnraum in Eigentumswohnungen nahezu unmöglich zu machen. Zumindest soll dies in Gebieten gelten, die von den jeweiligen Landesregierungen als „angespannter Wohnungsmarkt“ deklariert werden. Es ist davon auszugehen, dass die Novelle auch im Parlament Zustimmung finden wird.

 

Burkhard Blandfort, Vorsitzender des Immobilienverband Deutschland, IVD West, kommentiert:
„Mit dieser Art von Blockadepolitik wird die eigentlich beabsichtigte Mobilisierung von benötigtem Wohnraum konterkariert. Eigentumsbildung, Wohnungsneubau und Investitionsbereitschaft werden ausgebremst.
Darüber hinaus gilt, dass die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen nicht im Widerspruch zu Mieterinteressen steht. Denn eine solche Umwandlung bietet oftmals die einzige Chance für den Mieter, die Wohnung zu kaufen. Mieter von umgewandelten Wohnungen sind zudem bis zu zehn Jahre vor einer Eigenbedarfskündigung geschützt.
Zusammenfassend stelle ich fest: Das nun beschlossene Umwandlungsverbot schützt Mieter nicht, schadet aber allen, die Eigentum bilden wollen. Ich appelliere an die Parlamentarier in Bundestags und Bundesrat, hier die Notbremse zu ziehen. Andernfalls würden alle ihre bisherigen Bemühungen, Wohneigentum besonders für junge Familien zu fördern, ad absurdum geführt.“